Die Arbeitsgruppe hat sich auf die Therapie von Hirnmetastasen und im ZNS lokalisierter Tumore spezialisiert. Wissenschaftliche Schwerpunkte der aktuell laufenden und geplanten Studien sind die Integration neuer Behandlungskonzepte bei ZNS Metastasen und Lymphomen, einschließlich translationaler Analysen zur Identifizierung prädiktiver Marker. Wir freuen uns, wenn auch Sie Interesse haben, neue Konzepte innerhalb unserer Arbeitsgruppe mit zu entwickeln, damit es zu einer besseren Versorgung von Patienten mit im ZNS lokalisierten Tumoren kommen kann.
Sprecher
PD Dr. Daniel Heudobler
Stellvertretender Sprecher
Universitätsklinikum Regensburg
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin 3
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg
Leitgruppe
Prof. Dr. Annalen Bleckmann, Münster
Dr. Nika Guberina (YMO), Essen
Dr. Lothar Müller, Leer
Prof. Dr. Tobias Pukrop, Regensburg
Prof. Dr. Markus Ruhnke, Aue
Dr. Heather Scharpenseel (YMO), Köln
Dr. Hans-Heinrich Wolf, Bonn
State-of-the-Art Vortrag November 2025
Vorsitz: Prof. Dr. Meinolf Karthaus und PD Dr. Daniel Heudobler
Pathophysiologie und Diagnostik
Prof. Dr. Tobias Pukrop
Therapie von Hirnmetastasen und Ergebnisse Break-B5-BM-NSCLC
PD Dr. Daniel Heudobler
Berichte
Eine prospektive Studie aus der Arbeitsgruppe ZNS-Meningeosis mit einem innovativen Therapiekonzept bei Hirnmetastasen von Patienten mit Nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen wurde im Jahr 2025 abgeschlossen. Die Ergebnisse sind ein Highlight der AG und konnten als Vortrag von Daniel Heudobler in der proffered paper session: CNS tumours auf dem ESMO 2025 in Berlin mit dem Titel: Nivolumab, ipilimumab and bevacizumab together with 2 cycles of induction chemotherapy in patients with non-squamous NSCLC and untreated brain metastases (CA209-7WF/Break B5-BM-NSCLC/AIO-TRK-0220/ass) (Abstract 6580) dargestellt werden.
Es wurden die ersten klinischen Endpunkte der Break B5-BM-NSCLC vorgestellt. Die innovative Fünffachtherapie zeigte eine vielversprechende intrakranielle Aktivität bei Patienten mit unbehandelten Hirnmetastasen mit nicht-squamösem NSCLC – sowohl bei asymptomatischen als auch bei symptomatischen Fällen.
Besonderheiten beim Patientenkollektiv:
- 86 % der Patienten erhielten zu Studienbeginn Kortikosteroide
- 17 % nahmen Antiepileptika
- 9 % wiesen einen ECOG Performance Status von 2 auf
Berichtet wurden folgende klinischen Endpunkte:
- ZNS-Krankheitskontrollrate (CNS-CBR): 42,9 %
- Hohe Übereinstimmung zwischen intra- und extrakraniellen Ansprechraten
- Medianes Gesamtüberleben (OS): 15,6 Monate
- 2-Jahres-OS-Rate: 40 %
Safety:
Das Sicherheitsprofil war insgesamt beherrschbar und entsprach den bekannten Profilen der einzelnen Therapiekomponenten. Es gab keine neuen Sicherheitssignale, ZNS-spezifische therapieassoziierte unerwünschte Ereignisse (TRAEs) traten selten auf (nur Grad 1–2) und keine intrakraniellen Blutungen wurden beobachtet.
Schlussfolgerung:
Diese Ergebnisse unterstützen den Einsatz einer systemischen Erstlinientherapie bestehend aus doppelter Immun-Checkpoint-Blockade, Chemotherapie und niedrig dosiertem Bevacizumab bei Patienten mit nicht-squamösem NSCLC und asymptomatischen oder symptomatischen Hirnmetastasen, die keine dringende lokale Therapie benötigen.
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