Die Arbeitsgruppe Kopf-Hals-Tumoren ist eine relativ junge Arbeitsgruppe, die sich mit der internistischen Therapie von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs aber auch seltenen Entitäten beschäftigt.

Die Gruppe hat einen Schwerpunkt auf innovativen palliativen Konzepten. Darüber hinaus spielt aber gerade im Bereich Kopf/Hals Interdisziplinarität eine große Rolle. Entsprechend unterstützen wir Konzepte mit der Strahlentherapie sowie den operativen Fächern und kooperieren eng mit der interdisziplinären Arbeitsgruppe Kopf-Hals-Tumoren (IAG-KHT).

Zur Website: Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Kopf-Hals-Tumoren (IAG-KHT)

Aktuelles

Sprecher

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Dr. Mareike Tometten

Universitätsklinikum Aachen
Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Stammzelltransplantation
Pauwelsstraße 30
52074 Aachen

Telefon:  +49 241 8080703
E-Mail: mtometten@ukaachen.de

Leitgruppe

Dr. Dennis Hahn, Stuttgart
PD Dr. Philipp Ivanyi, Hannover
Prof. Dr. Stefan Kasper-Virchow, Essen
PD Dr. Konrad Klinghammer, Berlin

Dr. Maren Knödler, Berlin
Prof. Sebastian Ochsenreither, Berlin
Dr. Michael Pogorzelski, Essen
Prof. Ingeborg Tinhofer-Keilholz, Berlin
Dr. Mareike Tometten, Aachen

State-of-the-Art Vortrag November 2023

Übersicht Therapiestandards (Vortrag zur Veröffentlichung nicht freigegeben)
PD Dr. Konrad Klinghammer

Aktuelle Studien und Projekte der AG Kopf-Hals-Tumoren
Prof. Stefan Kasper-Virchow

Berichte

Bericht der Arbeitsgruppe vom November 2023

Aktuell hat die Checkpoint-Inhibition mit Pembrolizumab einen festen Stellenwert in der palliativen Erstlinie beim PD-L1 combined positivity score (CPS)-positiven Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC). Speziell die häufig indizierte Monotherapie mit Pembrolizumab erlaubt die systematische Untersuchung potenzieller Kombinationstherapien in dieser Linie. Mit der AIO-assoziierten FOCUS-Studie der Universität Halle (PI M. Binder, Basel) wird eine hTERT-spezifische Vakzine in Kombination mit Pembrolizumab auf klinische Wirksamkeit getestet. Diese Studie steht kurz vor Abschluss der Rekrutierung.

Im Kontext mit der palliativen Therapie mit Pembrolizumab beim HNSCC ist aber auch die Kombination mit einem lokalablativen Verfahren, meist der Strahlentherapie, vor allem bei oligoprogredienter Erkrankung gängige Praxis. In diesem Zusammenhang untersucht die IMPORTANCE-Studie aus Erlangen (PI M. Hecht, Homburg a. d. Saar) den Stellenwert einer zusätzlichen Strahlentherapie zu Induktion eines abskopalen Effektes und dessen Auswirkung auf das Überleben. Auch diese Studie steht kurz vor Abschluss der Rekrutierung.

Die Etablierung von Pembrolizumab mit und ohne Platin-haltige Chemotherapie in der Erstlinie hat einen direkten Einfluss auf die weitere palliative Therapiesequenz. Unklar ist in dieser Situation der Stellenwert von Cetuximab in der Zweitlinie. Im Gegensatz zu den USA ist Cetuximab als Monotherapie in Europa als Therapielinie beim HNSCC kein Standard. Die Wirksamkeit der Kombination von Cetuximab in Kombination mit Paclitaxel wird derzeit im Rahmen der PaceAce-Studie untersucht, welche von der IAO in Kooperation mit den Kollegen der Universität Wien (PI T. Füreder) durchgeführt wird.

Die Ansprechraten von neoadjuvant applizierter Checkpointinhibition bei HNSCC sind überraschend hoch. Bei guter praktischer Durchführbarkeit ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Strategie in naher Zukunft in den Therapiealgorithmus des HNSCC Einzug halten kann. Wenig ist allerdings bekannt über Mechanismus und immunologische prädiktive Marker einer solchen Strategie im Hinblick auf die Gesamtprognose. Einen entsprechenden translationalen Endpunkt, nämlich den Effekt von präoperativem Atezolizumab auf intratumorale T-Zellen hat die window of opportunity-Studie PIONEER des Westdeutschen Tumorzentrums Essen (PI S. Kasper-Virchow, Essen). Diese hat die erste Kohorte mit Atezolizumab neoadjuvant vor Resektion vollrekrutiert, eine zweite Kohorte mit zusätzlich Tocilizumab startet in Kürze.

Zusätzlich befindet sich derzeit eine Registerstudie für Kopf/Hals-Tumoren in Vorbereitung, in die nicht nur klassische HNSCC sondern auch seltene Entitäten eingeschlossen werden können (M Pogorzelski, V. Grünwald, Essen). Diese Studie wird als Ausgangspunkt für translationale Projekte nutzbar werden.

Publikationen

Civan, C, Kasper; S, Berliner, C; Fragoso-Costa, P, Grünwald, V; Pogorzelski, M; Schaarschmidt, BM; Lang, S, Kersting, D; Nader, M; Lückerath, K; Herrmann, K; Fendler, WP; Weber, M: PSMA-Directed Imaging and Therapy of Salivary Gland Tumors: A Single-Center Retrospective Study. J Nucl med 202364 (3) 372-378

Rieke, DT, Schröder, S; Schafhausen, P; Blanc, E; Zuljan, E; von der Emde, B; Beule, D, Keller, U; Keilholz, U; Klinghammer, K: Targeted treatment in a case series of AR+, HRAS/PIK3CA co-mutated salivary duct carcinoma. Front Oncol. 2023 Jun 20:13:1107134

Kongressbeiträge

Teichler, V; Kajüter, H; Wellmann, I; Pogorzelski, M; Lang, S; Klussmann, JP; Stang, A; Grünwald, V: Incidence and survival of oropharyngeal carcinoma patients and the development of HPVtesting prevalence in North Rhine-Westphalia: A Cancer Registry analysis from 2008-2018, ASCO 2023

Tinhofer-Keilholz; I; Fisch, AS; Pestana, A; Doll, C; Heiland, M; Dommerich, S; Obermüller, T; Hofmann, VM; Klinghammer, K; Piwonski, I; Schallenberg, S; Zips, D: Establishment of patient-derived tumor organoids from head and neck cancer patients for ex vivo radiosensitivity and substance screening: a feasibility analysis. Asco 2023

Keilholz, U; Gauler, TC; Stromberger, C; Kofla, G; De Wit, M; Mette, R; Burock, S; Klinghammer, KF. DURTRERAD: A phase II open-label study evaluating feasibility and efficacy of durvalumab (D) and durvalumab plus tremelimumab (DT) in combination with radiotherapy (RT) in non-resectable locally advanced HPV-negative head and neck squamous cell carcinoma (LA-HNSCC). ASCO 2023

Tinhofer, I; Fisch, AS; Pestana, A; Doll, C; Heiland, M; Dommerich, S; Obermüller, T; Hofmann, VM; Klinghammer, KF; Piwonski, I; Schallenberg, S; Zips, D: Rapid establishment of patient-derived organoids from treatment-naive head and neck cancer patients for drug and radiosensitivity screening. ASCO 2023

Interner Bereich

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