Gemeinsam mit dem BNHO-Vorstand unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Wolfgang Knauf hat der  AIO-Vorstand es sich zum Ziel gemacht, die Aktivität niedergelassener Kolleginnen und Kollegen in der AIO zu fördern. Insbesondere die aktive Mitarbeit weiterer Mitglieder aus der Niederlassung in den Arbeitsgruppen der AIO ist gewünscht und wird vom AIO-Vorstand ausdrücklich begrüßt.

Mit der Wahl von Dr. med. Eray Gökkurt als stellvertretender AIO-Vorsitzender und mit der Kooptierung von PD Dr. med. Thomas Illmer als BNHO-Vertreter in den Vorstand der AIO konnte die Zusammenarbeit zwischen AIO und BNHO deutlich intensiviert werden.  

Kontakt

Dr. Eray Gökkurt

Dr. Eray Gökkurt

Stellvertretender AIO-Vorsitzender

Hamburg

E-Mail: goekkurt@hope-hamburg.de

PD Dr. Thomas Illmer

PD Dr. Thomas Illmer

Kooptiertes Mitglied (als Vertreter des BNHO) im AIO-Vorstand

Dresden

E-Mail: illmer@onkologie-dresden.net

Berichte

Bericht der niedergelassenen Onkologen in der AIO vom November 2021

Der Anteil der niedergelassenen Onkologen (NIO) in der AIO beträgt zwischen 20 und 25 % der ordentlichen Mitglieder. Die NIO stellen  in den Studien, bei denen die AIO-Studien-GmbH als Sponsor tätig ist, konstant fast 40% aller Prüfzentren. Der größte Teil der NIO sind im Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen e.V. (BNHO e.V.) organisiert.

Der BNHO e.V. ist der berufspolitische Zusammenschluss der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland. Aktuell sind 590 niedergelassene Fachärzte in 370 Schwerpunktpraxen im BNHO e.V. zusammengeschlossenen. Etwa 300.000 Patienten werden in diesen Praxen pro Quartal behandelt. Der BNHO e.V. setzt sich für eine qualitativ hochwertige ambulante onkologische Versorgung in ganz Deutschland ein. Mit Hilfe der 17 Regionalverbände erfolgt eine bundesweite flächendeckende Versorgung. Seit 2004 betreibt der BNHO das Wissenschaftliche Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (WINHO). Derzeit haben sich 400 Fachärzte aus den onkologischen Praxen für eine Kooperation mit dem WINHO entschieden. Das Institut arbeitet pharmaunabhängig und finanziert durch Beiträge der Fachärzte. Das WINHO führt unter anderem jährlich Patienten und Mitarbeiterbefragungen zur Qualitätssicherung, Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie durch. Neben den üblichen Fragen zu Versorgung der Patienten durch die Schwerpunktpraxen stehen aktuell zusätzliche Fragestellungen zu Hygienekonzepten und Maßnahmen während der Corona-Pandemie im Fokus, die für die Versorgungsqualität relevant sind.

Gemeinsam mit dem BNHO-Vorstand unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Wolfgang Knauf hat der  AIO-Vorstand es sich zum Ziel gemacht, die Aktivität niedergelassener Kolleginnen und Kollegen in der AIO zu fördern. Diesbezüglich erfolgte im Laufe des letzten Jahres eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem BNHO. Die aktive Mitarbeit weiterer Mitglieder aus der Niederlassung in den Arbeitsgruppen der AIO ist gewünscht und wird vom AIO-Vorstand ausdrücklich begrüßt.

Mit der Kooptierung von Priv. Doz. Dr. med. Thomas Illmer als BNHO-Vertreter in den Vorstand der AIO, als weiterer Schritt, konnten die vielfältigen Anknüpfungspunkte zwischen der AIO und dem BNHO intensiviert und gefördert werden.

Als weiteren Schritt ist es gelungen, den BNHO als aktiven Partner für das geplante CONNECT-Projekt der AG MOLEKULARE UND TRANSLATIONALE ONKOLOGIE zu integrieren. Ziel des CONNECT-Projektes ist die Schaffung einer klinisch-genomischen Datenbank im AIO Netzwerk, mit dem besonderen Augenmerk darauf, möglichst vielen onkologisch tätigen Ärzten (m/w/d) Zugang zum Register zu ermöglichen, um die Versorgungsrealität in Deutschland zu erfassen und bestehende Evidenzlücken zu schließen. Der BNHO ist im Steering-Board des CONNECT-Projektes vertreten. Ferner ist die aktive Einbindung des WINHO in die Arbeit i. R. des CONNECT-Projektes in Vorbereitung.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass die NIO weiterhin einen aktiven Part in der Studienlandschaft in der Onkologie besetzen werden. Im Zuge der intensivierten Hinwendung zum Innovationstransfer und der molekularen Diagnostik, wird sich die Anbindung der NIO in die AIO-Studienlandschaft sicher weiter verstärken.